Dōgen Zenji (1200–1253), auch bekannt als Kigen oder Eihei Dogen war ein einflussreicher Zen Meister und Philosoph, der die Soto Schule des Zen Buddhismus Japan gründete.
Sein
Wirken prägt bis heute die buddhistische Praxis weltweit, insbesondere durch die Betonung auf die Sitzmeditation:
- ZaZen: Kern der Erforschung unseres Selbst mit Körper, Geist und Seele
Biografie und Lebensstationen
- Frühes Leben: Er wurde im Januar 1200 in Kyōto in eine Adelsfamilie geboren. Schon früh erlebte er den Verlust beider Eltern (seine Mutter starb, als er etwa 7 oder 8 Jahre alt war), was ihn tief prägte und zu einer frühen Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Lebens führte.
- Mönchtum: Mit 13 Jahren wurde er Mönch in der Tendai-Schule am Berg Hiei. Unzufrieden mit den dortigen Lehren, insbesondere der Frage, warum man nach Erleuchtung streben muss, wenn alle Wesen bereits die Buddha-Natur besitzen, suchte er nach tieferen Antworten.
- Reise nach China: 1223 reiste er nach China, wo er vier Jahre lang praktizierte. Unter dem Meister Tiantong Rujing erlebte er die „Befreiung von Körper und Geist“ (shinjin datsuraku).
- Gründung des Eihei-ji: Nach seiner Rückkehr nach Japan im Jahr 1227 lehrte er zunächst in Kyōto. Aufgrund von Konflikten mit etablierten Schulen zog er sich 1243 in die Berge der Provinz Echizen zurück und gründete das Kloster Eihei-ji, das heute noch einer der beiden Haupttempel des Sōtō-Zen ist.
- Tod: Er starb im September 1253 im Alter von 53 Jahren in Kyōto.
Zentrale Lehren und Werke
- Zazen: Dōgen betonte die Praxis des Shikantaza („nur bloßes Sitzen“), eine Form der Meditation ohne Zielvorgaben. Für ihn war die Praxis selbst bereits der Ausdruck der Erleuchtung: Satori
- Shōbōgenzō: Sein bedeutendstes literarisches Werk ist das Shōbōgenzō(„Schatzkammer des wahren Dharma-Auges“), eine Sammlung philosophischer Essays über die Natur der Wirklichkeit, Zeit und Erleuchtung.
- Zuimonki: Unterweisungen zum wahren Buddhaweg
- Alltag als Praxis: Er legte großen Wert auf die Achtsamkeit im täglichen Leben, was er unter anderem im Tenzo Kyōkun („Anweisungen für den Koch“) beschrieb: How to Cook your life.