Zen

Wenn ein Mensch einen Schritt vorangeht, dann bringt er das Bewusstsein der Welt einen Schritt voran. © Taisen Deshimaru


Die Weiterentwicklung des Zen (Shikantaza: Einfach Sitzen) durch den Einfluss des buddhistischen Heilyogas.

Zen bedeutet, sich durch die verschiedenen Schichten des Seins durchzuarbeiten. Der Mensch ist gewöhnlich verschiedenen Phänomenen der Innen- und Aussenwelt verbunden. Das, was er sieht, hört, schmeckt und wahrnimmt: dem vertraut er. Die Verhaftung, die Beziehung, der Glaube an Festigkeit bedeutet, befangen zu sein. Es sind nur kurze Momente, die sich aneinanderreihen, erscheinen und wieder verschwinden. Sie haben keine Essenz. Wenn wir ruhig und still werden ohne Haß und Liebe ohne schwarz...

Sicher haben wir mehrere Anliegen, warum wir mit Meditation beginnen wollen: Wir möchten unseren Geist und die Gedanken beruhigen, Schmerzen überwinden oder einen Sinn im Leben finden. Diese Treibkräfte brauchen wir auch für den Anfang, sowie den Wunsch nach Veränderung. Aber im Zen gibt es nichts zu erlangen, kein Ziel und keine Absicht. Meister Kodo Sawaki sagte: „ Zen ist gut für Nichts“. Das erscheint zunächst wie ein Paradox. Wenn wir uns mit dem tieferen Sinn des Zen...

IShin denShin Von Herz zu Herz Wenn wir geboren werden, empfinden wir unsere erste Art der Trennung. Die Nabelschnur wird durchschnitten und das Baby vom Mutterleib abgelöst. Ab da bekommen wir einen Namen , eine Familienzu- und eine Staatsangehörigkeit. Somit werden wir aufgefordert, ein Ego aufzubauen und uns zum Ich zu entwickeln. Dieser Schritt ist notwendig für eine Identitätsfindung, birgt aber langfristig weitreichende Probleme: denn in Wirklichkeit sind wir nicht getrennt, sondern...