Mitfühlende Vernetzung- beginne, wo Du bist

Beginne, wo Du bist

Heute morgen kam mir die Idee: was bedeutet in unserer heutigen Zeit Mitgefühl?

Menschen sind vernetzter denn je, unsichtbar und digital. Einerseits führt das zu Verbindung, gleichzeitig aber auch zu verstärkter Anonymität. Zumindest, wenn die Menschen ihre Kontakte nicht in die  Realität, in persönliche Treffen umsetzen, sondern nur virtuell erstellen und bedienen.

Wir als Menschen sind und bleiben aber fühlende Wesen. Wohin mit diesem Urbedürfnis?

Mitgefühl fängt bei uns selber an. Seinen eigenen momentanen Geisteszustand zu erkennen, den Zustand seines Körpers wahrzunehmen, zu fühlen. Halten wir uns gerade für unzulänglich, stehen unter Stress, brauchen wir Drogen? 

Wenn ja, warum?

Wie wäre es zum Beispiel, digitale Auszeiten einzubauen, zur Entstressung und Entschleunigung?

Eine Auszeit von 30 Minuten täglich, in denen wir uns in Ruhe zurückziehen, an einen stillen Ort, bewusst Atmen, die Augen schliessen und unseren Körper von innen wahrnehmen?

  • Zeigen sich hier besondere Wahrnehmungen wie Schmerzen, Müdigkeit, Wut, Angst & Co?
  • Wie wäre es diese Zustände sanft anzunehmen, hindurchzuatmen, ohne Bewertung?

So lernen wir, uns selber zu schätzen, so wie wir gerade in diesem Moment sind. Wir fangen an uns zu mögen, denn es gibt kein Richtig und kein Falsch.

 

Haben wir gerade Ärger am Arbeitsplatz, mit unserem Partner, mit Freunden?

  • Wie wäre es, den Ärger komplett einzuatmen und Positives Auszuatmen. Immer wiederholend, bis sich ein Wohlgefühl einstellt. So können wir Streitereien transformieren.

Wir versetzen uns somit in unser Gegenüber und entwickeln auf natürliche Art- und Weise Mitgefühl.

Es kommt Verständnis auf für die Not der Anderen, indem wir vorher unsere eigenen Nöte erkannt haben.

Wenn wir diesen Weg gehen, werden wir wieder mehr Lust bekommen, uns mit anderen Menschen auseinanderzusetzen, freudvoll zu leben und Positives zu verstärken.


©Christina Stuckert

©Foto: Dieter Fenz